M A – Die Hochzeit und das Deck
Die Vorbereitungen.
Es ist Zeit für einen weiteren Bericht. Das Deck war an der Reihe. Das aus dem Baukasten stammende Teil wurde Basis für diese Arbeit. Zunächst wurde die Mitte aufgezeichnet und die Luken positioniert. Das ganze Unterdeck wurde mit Blechschrauben auf den Unterzügen und Decksbalken vorläufig verschraubt. So war sicher, daß die einzelnen Decksabschnitte beim späteren Auftrennen wieder genau die gleiche Position fanden. Dann waren die Kajüte und die Luken für das Vorschiff dran.
Der Ausschnitt für die Kajüte war vom Baukastenteil vorgegeben. Im Plan findet sie nicht statt. Aber so werde ich das Modell mit Sicherheit leichter dicht bekommen. Eine Empfehlung für die Abdichtung des plangemäßen Decksausschnitts fehlt in der Anleitung völlig! Die Wände wurden genau eingepaßt furniert und verschraubt. Alle Aufbautenteile bekommen einen Rand aus Edelholz, der dann bündig mit der Kiefernbeplankung verschliffen wird. Diese Ränder wurden z.T. erst beim Beplanken eingepaßt.
- Die Sperrholzwände der Kajüte sind furniert.
- Fertig zum einbauen.
- Die Kajüte ist nur eingeschraubt. Erst nach dem Verschleifen des fertigen Decks kommt das endgültige Verleimen.
- Die Rahmen der Vorschiff-Luken sind fertig.
- Einer der Deckel im Rohbau. Der Unterbau aus Sperrholz wird beplankt. Dabei ist die Kalfaterung gleich mit eingeklebt.
- Der Lukenrahmen und der fertige Deckel.
- Die Fenster des Niedergangs werden zufurniert.
- Der Rahmen des Niedergangs und die Vorluke.
- Der Einstiegsrahmen.
- Fertig bis auf den Deckel.
Auch diese Bauteile wurden wieder abgenommen bis das Deck verschliffen ist. Die Poller und Decksösen wurden aufgemessen, markiert und unter Deck verstärkt. Danach mußten Muttern eingelassen werden, weil diese Beschläge später sehr stabil auf Deck befestigt (verschraubt) werden sollen.
Die Hochzeit
Die Bootsbauer sprechen von der Hochzeit, wenn sie Rumpf und Deck verbinden. Besonders bei Kunststoffbooten ist dies ein spannender Moment bei der Entstehung eines Schiffes. Für uns ist dies der Zeitraum, in dem die Deckssektionen aufgeklebt werden. Die Trennlinien der Sektionen lagen immer auf der Mitte eines Decksunterzuges. So konnten die Stoßstellen immer gut und gleichmäßig angedrückt werden.
Ich habe, wie schon bei der ALBATROS, die einzelnen Sektionen von unten mit 85 gr. Glasmatte laminiert und so stabil und wasserfest gemacht. Dann wurde das entsprechende Bauteil mit angedicktem Epoxydharz „naß in naß“ auf Unterzüge und Decksbalken geklebt. Gleich darauf mußten die Verschraubung und das Verspannen mit den Klebebändern erfolgen. Erst danach wurde das nächste Teil von unten laminiert und verbaut. Ein Freund war mir bei dieser unter Zeitdruck laufenden Arbeit behilflich. Ich hatte ihn zuvor gebeten, mir als Trauzeuge zu Verfügung zu stehen, ohne den wahren Grund zu nennen. Was große Fragezeichen in sein Gesicht zauberte.
- Vor dem Aufkleben der Decksteile wurde der Innenraum gründlich mit Papier abgedeckt.
- Die ersten Deckssektionen sind aufgeklebt, verschraubt und zum Rand mit Klebeband fixiert.
- Der nächste Abschnitt ist fällig.
- Alles ist verklebt und fixiert.
- Super!! Alles ist fest und dicht geworden.
- Die Brettchen für den Schandeckel wurden grob zugeschnitten .
- Die Schäftung wird in der traditionsgemäßen Form mit Schablone angezeichnet und geschnitten.
- Auch die Schäftungen werden kalfatert.
Das Zuschneiden der Schandeckel war mühsam. Die Baukastenteile konnte ich nur bedingt als Vorlage verwenden, da ich breitere Teile brauchte, um später die Plankung mit Fisch und Butt verlegen zu können. So wurden die Teile erst grob aus 2,5mm Edelholzfurnier ausgesägt und und mit Blechschrauben auf Deck fixiert. Dann konnte die Aussenkante des ersten Deckelpaares mit dem Rumpf bündig geschliffen werden. Danach mußte die Schäftung zu dem nächsten Bauelement endgültig genau ausgeführt werden. Erst danach durfte ich das zweite Teilepaar anschrauben und außen bündig schleifen.
Die Breite des Schandecks wurde mit einem Streichmaß grob markiert und ausgesägt.
Um auf den Edelholzteilen Bleistiftlinien sauber erkennen zu können wurden die Streifen mit Papieretiketten beklebt und diese bündig geschnitten. Dann war die Position der Relingstützen zu markieren und bis in die Balkweger durchzubohren.
Hier lasse ich mal nur die Bilder erzählen.
- Schandeckel beklebt, Breite aufgezeichnet, zugesägt.
- Die Schäftung.
- Aus dem 6,5mm Brettchen mit aufgeklebter Folie werden die Decksplanken mit einseitiger Kalfaterung.
- Die Kreissäge schneidet 12 Planken pro Brettchen. (Alle Finger sind noch heile!)
- Die erste Planke verlegt!
- Langsam und mit Geduld wächst das Vordeck zu.
- Fisch und Butt machen richtig Arbeit – und Spaß!
- Um die Breite der Plankung so abzustimmen, daß sie genau mit dem Kajütausschnitt passt, mußte ich etwas tricksen.
Siehe auch: Tipps und Tricks: Purzelbaumholz
- Der letzte Spalt.
- Auf der anderen Seite das gleich Bild.
- Die Abschlußplanke wartet aufs Einkleben.
- Die Backen sind auch fertig.
- Am Achterdeck – die letzte Planke.
- Nochmal genau ansehen!
- F e r t i g !
Jetzt ist das große Schleifen angesagt. Davon später mehr.











































