Als Gast beim Lippe-Rose-Treffen der Minisail Classic – 2005
am Magaretensee 2005
Um’s vornweg zu sagen: In Lippstadt ist man sehr geizig! Dort wird selbst an der Heizung gespart! Wie soll man sonst solche Temperaturen Mitte Juni erklären? So um 15 – 18 Grad, manchmal auch ein paar Sonnenstrahlen – Sommerwetter sieht anders aus! Das war aber auch das einzige, worüber man hätte meckern können! Obgleich ich mich zur I.G.mini-sail zähle, wurde ich von den Classicern herzlich aufgenommen und fühlte ich mich bei ihnen sehr wohl!
Karin Wassel und Harald Kossack haben mit ihren Helfern wieder ein Freundschaftstreffen gezaubert, das sich sehen lassen konnte. Als Gäste des Segelclubs Lippstadt stand das Clubhaus, Steganlage, Terrasse – einfach das ganze Gelände zur Verfügung. So fanden sich für die Boote gute und sichere Stellplätze unter dem Zeltdach der Terrasse, und die Skipper mit ihren Familien konnten sich im und um’s Clubhaus breitmachen. Dort war (natürlich!?) jederzeit Kaffee und Kuchen oder auch andere Leckereien zu haben, die die Damencrew bereitet hatte. Ihr verdanken wir auch das traditionelle “arme-Leute-Essen”, Pellkartoffeln mit eingelegtem Hering, am Sonnabend, ein wirklicher Genuss. (Ich hätte nie gedacht, dass so viele Holländer keinen Fisch mögen!)
Und dann war da noch das Segeln und das allgemeine Palaver, wie es sich für ein Treffen der Minisail-Lords gehört. Die neuesten Arbeiten wurden vorgestellt. Verbesserungen konnten wir gleich auf dem Wasser begutachten, wie bei der Brigg GODEWIND von Heinz Eller: sie kann jetzt alle Segel reffen und ist so für jedes Wetter gerüstet.
- Die Brigg GODEWIND – Maßstab 1:25 – Original gebaut 1806
- Auch an Deck wurde nachgerüstet: So kann der Schmied jetzt einen soliden Schraubstock und zahlreiches weiteres Werkzeug benutzen. Klar, dass der Schraubstock bei ca. 40 mm Höhe richtig funktioniert.
- Rund 100 Jahre jünger: Die amerikanische Sonderklasse-Yacht BIBELOT von Harald Kossack.
- Dieses ca. 110 cm lange Modell wiegt nur 2 kg und ist nur bei leichtem Wind zu segeln.
- In guter alter Tradition gab es wieder was zu feiern: Manfred Wiskow hat seine GRIETJE fertig und ließ sie von Harald taufen.
- Als endlich der Sekt über die Bordwand blubbert…
- … strahlt einer.
- Auf dem Weg ins nasse Element.
- Und dann die Erlösung: Sie schwimmt!
- Der Huker GRIETJE – Maßstab 1:10 – L ü A 290 cm! Diese Schiffe wurden zwischen 1840 und 1860 in Holland gebaut und im Fischfang eingesetzt.
- Voller Anspannung: Die ersten Manöver sind nicht so einfach!
- Immer die Nase vornedran: das Presseboot!
- Die ersten Kreuzschläge.
- 100 kg Modell, da muss man schon richtig ziehen!
- Für die FULMAR – 1930 von William Fife III gebaut – war der Wind gerade recht. Gisela und Helmut Scharbaum segelten ihr 1:7,5 Modell abwechselnd.
- ie 198 cm lange 8 Meter-R-Yacht ist auf dem Wasser und an Land eine Augenweide.
- Dass gleich vier Lotsenkutter auf ihre Einsätze warteten zeigt die Beliebtheit dieser Boote. Im Maßstab 1:12 gebaut, sind sie mit 120 cm Rumpflänge noch recht handlich und segeln schon hervorragend.
- Die PETREL von Rainer Droege
- Der Besan-Ewer MARIA stammt aus der Zeit um 1880. Horst Heindrichs hat ihn 1999 im Maßstab 1:16 fertiggestellt.
- 50 Jahre Segelgeschichte liegt zwischen diesen beiden Modellen: Das Arbeitsschiff MARIA von 1880 und das Sportboot FULMAR von 1930.
- Da kann man einfach nur staunen!
Der Wind war recht freundlich und abwechslungsreich. Darum habe ich meine VALDIVIA länger gesegelt, als das sonst üblich ist. Weil man aber segeln, fachsimpeln und fotografieren schlecht gleichzeitig machen kann, sind nicht so viele Bilder entstanden. Vor allem sind nicht alle Modelle dokumentiert.
Zum Abschluss nochmal ein herzliches Dankeschön an die Gastgeber! Es war wieder ein sehr gelungenes Fest der Minisail Classic. Ich freue mich schon auf’s Wiedersehen!




















